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Fachbereichsleiter Medien

Markus Müller

Schulstraße 1

56412 Heiberscheid

Tel. mobil: 0172/6861398

Email: wwv.markus.mueller@googlemail.com

 
 
 

PRESSEMITTEILUNGEN

 Schlagzeilen

  • Ausstellungseröffnung am 19. 02. im Landschaftsmuseum Hachenburg

  • Veranstaltungen 2012 im Landschaftsmuseum

  • Spiel und Spaß im Landschaftsmuseum

  • Heimatkundler waren dem Ursprung der Wäller Namen auf der Spur

  • Neuer Wanderführer Lehrgang im Herbst 2012

  • Museumspädagogische Angebote im Landschaftsmuseum WW 2011/12

  • Trennbalken

    Grafik Ausstellung im Landschaftsmuseum Hachenburg

    „Und es waren Hirten auf dem Felde…“
    Dass die Hirten und ihre Herden als erste Zeugen der Geburt Jesu im Weihnachtsevangelium genannt werden, hat einen tiefen Sinn. Im Altertum waren die Hirten die ersten Träger einer Kultur, nicht arme umherziehende Nomaden. Schon der antike Dichter Vergil (70-19 v. Chr.) beschrieb in den zwei bedeutenden Lehrgedichten „Bucolica“ und „Georgica“ das goldene Zeitalter. Die Bucolica beschreiben verklärend das Leben der Hirten und Ihrer Herden, die Georgica das Landleben in allen Aspekten.
    Für die Künstler der frühen Moderne war die Übereinstimmung von Mensch und Natur ein Thema, das sie zunächst den antiken Über­lieferungen entnahmen. So haben Aristide Maillol (1861-1944) und Richard Seewald (1889-1976) Holzschnitte zu den Vergil-Gedichten geschaffen. Viele andere, wie Ludwig von Hofmann (1861-1945), wandelten die Themen frei ab. Welche bedeutsame Rolle das Thema Hirten und Herden für die Kunst der Zeit damals spielte, zeigen die 30 Arbeiten der Ausstellung, die aus einer Privatsammlung zur Verfügung gestellt wurden.
    Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 19. Februar um 15:00 Uhr, lädt das Museum alle Interessierten herzlich ein!


    Veranstaltungen 2012 im Landschaftsmuseum


    Ausstellungen
    Bis 14.10. Feuer aus! Feuerwehr und Brandschutz im Westerwald. Ausstellung in Hofgartenhaus und Scheune.
    19.2. – 12.8. Hirten und Herden in der Kunst der Frühen Moderne. Grafische Blätter aus einer Privatsammlung, Limburg.
    30.9. – 11.11. Menschenbilder. Arbeiten verschiedener Westerwälder Künstler aus dem Kunstforum Westerwald e. V.
    Familientage
    mit vielfältigem Programm zum Ausprobieren und Mitmachen Eröffnung jeweils 11:30 Uhr
    20. Mai Internationaler Museumstag 2012 „Welt im Wandel – Museen im Wandel“ Großes Familienangebot mit reduziertem Eintritt
    24. Juni Westerwälder Flachsmarkt Aktionen um eine alte Kulturpflanze In Zusammenarbeit mit Hans Werner Bronk, Kundert
    5. August Westerwälder Oldtimertreffen Autoschau und Vorführungen. Familientag mit vielfältigem Programm
    23. September Westerwälder Schmiedefeuer Mehr als ein Eisen im Feuer! Familientag mit vielfältigem Programm
    9. Dezember Advent im Landschaftsmuseum Westerwald Besinnliche Einstimmung in die Weihnachtszeit
    Abendveranstaltungen
    Vorträge am Donnerstag um 19.30 Uhr
    27.9. Moritz Jungbluth, Entwicklung der Feuerwehren im Westerwald
    25.10. Dr. Manfrid Ehrenwerth, Valentin Altmann (1891-1967). Ein großer Westerwälder Fotograf zwischen Alltag – Wunschtraum – Bildkunst
    29.11. Bruno M. Struif, Geschichtswerkstatt Hachenburg Henriette, Tochter der Sayn-Hachenburger Erbgräfin (1797-1829) und Erzherzog Karl (1771-1847)


    Spiel und Spaß im Landschaftsmuseum

    Im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg wird eine neue Museumsrallye angeboten! Diese richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 13 Jahren. Nachdem es bisher nur eine Auswahl an Führungsblättern für die "Kleineren" gab, können sich jetzt auch jugendliche Museumsgänger mit schwierigeren Fragen über das Museum auseinandersetzen. Die neue Rallye enthält knifflige Fragen, die nur mithilfe eines Rundgangs durch das gesamte Museum gelöst werden können. Dabei kann man das Museum einmal mit Spiel und Spaß erkunden und kennen lernen - nebenbei erhält man jede Menge neue Informationen über das damalige Leben im Westerwald.
    Weitere Infos unter Tel. 02662/7456 oder www.landschaftsmuseum-westerwald.de.


    Heimatkundler waren dem Ursprung der Wäller Namen auf der Spur

    Beim 16. Heimatkundlertreffen des Westerwaldkreises und des Westerwald-Vereins auf Schloss Hachenburg gab Namensforscher Professor Jürgen Udolph (Rosdorf) den rund 120 Teilnehmern einen Überblick über die Bedeutung und Herkunft von Gewässer-, Orts- und Flurnamen im Westerwald und machte ihre Rolle als Zeugen der Geschichte deutlich.
    „Wir wissen heute oft nicht mehr, was in den Namen steckt“, so Udolph. „Eben weil wir die Sprache, die Aufschluss über die Bedeutung des Namens geben könnte, heute gar nicht mehr kennen. Denn wir verändern die Sprache, ohne es zu merken“, erklärt der Namensforscher. Und während einzelne Wörter der gesprochenen Sprache im Verlauf der Jahrhunderte auch aussterben können, bleiben die Namen erhalten, können als „Friedhof der Wörter“ zu Zeugen der Geschichte werden – gerade für Heimatforscher eine spannende Angelegenheit.
    Deshalb gab der anerkannte und mittlerweile weithin bekannte Namensforscher den Heimatkundlern einige wertvolle Tipps, wie Namensforschung auch auf eigene Faust zu einer machbaren Aufgabe wird. Dazu präsentierte Udolph, Onomastiker (Namenkundler) und emeritierter Professor an der Universität Leipzig, auch die wichtigsten Standardwerke, die für die Erforschung der geografischen Namen im Westerwald unerlässlich sind.
    Während seines Vortrags ging Udolph, der seit März dem Zentrum für Namensforschung in Leipzig vorsteht, immer wieder auf Anregungen und Fragen aus dem Publikum ein. Zum Beispiel beim Ortsnamen Merkelbach, der nach älteren Quellen auf einen Personennamen zurückgeführt wird. Nach neueren Erklärungen meint „Merkel“ aber einfach mundartlich den Eichelhäher. Auch Atzelgift hat seinen Namen von einer „giftenden“ (schreienden) Atzel (Elster). Der Name Streithausen könnte tatsächlich von einem alten Rechtsstreit herrühren, meinte Udolph, zeigte sich aber selbst von dieser Erklärung noch nicht so wirklich überzeugt.
    Überhaupt räumte der Forscher mit einigen althergebrachten Meinungen auf. So stellte er fest, dass entgegen der landläufigen Meinung gar nicht so viele geografische Namen einen germanischen oder gar keltischen Ursprung haben. Allerdings gibt es auch im Westerwald sogar Namen, die auf eine vorgermanische (Beispiel: Eisenbach) oder gar indogermanische Quelle (wie Lahn und Nister) hinweisen. Dabei bleibe die Deutung, wie bei letzterem, immer noch schwierig. Bei allem hochwissenschaftlichem Anspruch schaffte es der Referent immer wieder durch den einen oder anderen witzigen Bezug, dass der Spaß bei den Zuhörern nicht zu kurz kam.
    Nach dem Vortag zur Geschichte der Namen wurden beim 16. Wäller Heimatkundlertreffen wieder einzelne Projekte heimischer Regionalforscher einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Die reichten von veröffentlichten Büchern über aktuelle Forschungsprojekte bis hin zu besonderen Angeboten.
    Die Begrüßung und Moderation der Tagung hatte Achim Schwickert in seiner neuen Doppelfunktion als Westerwälder Landrat und Vorsitzender des Westerwald-Vereins übernommen. Kreis und Verein sind Veranstalter des jährlichen Treffens, für das neue Themen gesucht werden.


    Neuer Wanderführer Kompakt-Kurs im November 2012


    Anmeldung für neuen Durchgang als Block eine Woche vom 02. bis 11. November 2012
    Nach dem Erfolg der letztjährigen Ausbildung lädt der Westerwald-Verein e.V. erneut zu einem neuen Durchgang ein. Diesees Mal wird die Ausbildung in kompakter Form mit Übernachtung in der Jugendherberge Montabaur angeboten.
    Genauere Informationen und Anmeldungen:
    Info-Flyer Wanderführerausbildung 2012 - hier drücken
    Anmeldung zur Wanderführerausbildung 2012 - hier drücken
    oder über die Geschäftststelle in Montabaur (02602/9496690).


    Museumspädagogische Angebote im Landschaftsmuseum WW 2011/12

    Bildungsangebote

    Führungen für Erwachsenengruppen oder Schulklassen durch das Freilichtmuseum
    Historische Schulstunde in der Dorfschule (bis Klasse 5/6). Zeitreise in das Jahr 1900: Schulunterricht wie vor 100 Jahren in der alten Dorfschule
    Entdeckertour „Leben früher“ für Grundschulklassen mit Rallyebogen und Bildmaterial
    Entdeckertouren durch die Sonderausstellung für Schülergruppen bis Klasse 6 mit Rallyebogen und Bildmaterial
    „Museum hautnah“ für Schulklassen (Klasse 7 bis 13). In kleinen Teams erkunden die Schüler die Sonderausstellung und wählen einen für sie interessanten Gesichtspunkt aus. In Ge­sprächsrunden werden die einzelnen Aspekte vertieft und zu einer Präsentation ausgearbeitet. Abschließend führen sich die Schüler gegenseitig. Auf diese Weise lernt jeder die Gesamtheit der Ausstellung aus verschiedenen Blickwinkeln kennen.

    Freizeitangebote

    Kindergeburtstag einmal anders (ca. 6 bis ca. 12 Jahre)
    Spiel und Spaß im Museum. Eine auf den Erlebnisprogrammen der Kindergeburtstage basierende Variante mit verschiedenen Mitmachangeboten steht als Ausflugs- und Freizeitprogramm für Gruppen zur Verfügung. Die „Spielerische Entdeckertour“ ist z. B. für alle Grundschulklassen geeignet und kann im Rahmen von Klassenausflügen gebucht werden. Zum Programm gehören: Mäuserallye, historische Schulstunde, historische Spiele, Bastelangebote oder andere Aktionen zum „Leben früher“ nach Absprache.
    Töpferkurse in Schulferien für Gruppen bis 10 Personen
    „Ländliches Kinderleben“ für Schüler der Klassen 1-6. Anhand von Bildern, Spielsachen und Kleidern lernen die Schüler den Lebensalltag im Westerwald um 1900 kennen. Durch ein Bastelangebot, alte Spiele und alltägliche Arbeiten „wie früher“ werden diese Erfahrungen vertieft.
    Landschaftsmuseum Westerwald Leipziger Straße 1 57627 Hachenburg Tel. 02662-7456
    www.landschaftsmuseum-westerwald.de


© Westerwaldverein e.V., 2010