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Protokoll der Naturschutzwarte-Tagung April 2005

Termin: 16.04.05; 10.00 - 14.30 Uhr ; Hotel Ludwigshöh in Freilingen

Anwesende: Dr. Georg Geißler (Vorsitz), Gottfried Averdung, Robert Birkenbeil, Gerhard Görg, Gerhard Hanz, Karl-August Heib, Helmut Horn, Erich Kerp, Günter Kober, Walter Löhr (Referent), Hans-Jürgen Rübesam, Egon Schmidt, Klaus Wilke, Irmgard Schultz

Entschuldigt: Herren Helfert, Horn, Dr. Mückschel, Schmidt, Schmidt, Schmitz, Trachte, Weller

TOP1:

Herr Dr. Geißler berichtete nach der Begrüßung von der dreitägigen Tagung des LV Hessen in Bad Marienberg. Der Verband klagt wegen abnehmender Landeszuschüsse über immer größere finanzielle Schwierigkeiten, alle an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen. Auch die Anzahl der Gutachten ist im Bereich Hessen um etwa 1/3 auf 1800 bearbeitete Fälle zurück gegangen. Der LV wird am Hessentag in Weilburg mit einem eigenen Stand präsent sein. Die Naturschutzwarte aus dem östlichen Westerwald werden daher um Mithilfe gebeten. Der LV Rheinland-Pfalz tagte im April in Waldesch. Hier wurde eine etwas bessere Finanzlage festgestellt. Die Finanzierung der ebenfalls zurück gehenden Gutachten nach § 59 durch das Land ist auch zukünftig sicher gestellt. Der Eifel-Verein wird im Jahr 2006 als Gastgeber für den 106. Deutschen Wandertag in Prüm auftreten und weist darauf hin, dass die Naturschönheiten ein Schwerpunkt dieses Wandertreffens sein werden.

TOP 2:

Herr Löhr als Vertreter des Kreisamtes erläutert die neue Aufteilung der Arbeitsbereiche in seinem Referat Untere Landespflege. Damit können neu auftauchende Namen von uns besser zugeordnet und eine Zusammenarbeit mit der Behörde verbessert werden. Ein Schwerpunkt des Vortrages war die Kontrolle der Ausgleichsmaßnahmen. Alle im Westerwaldkreis vertretenen Verbandsgemeinden haben eigene Systeme (z.B. LANET), mit denen FFH-, Landschaftsschutz-, Ausgleichs-Flächen sowie Ausgleichsmaßnahmen auf elektronischen Flurkarten erfasst werden. Im Moment werden noch die Altdaten allmählich in das Kreis-Rechnersystem eingelesen. Obwohl gewünscht, werden aber einzelne Naturdenkmäler (z.B. Altbäume) auch zukünftig nicht erfasst werden können. Die Kosten einer solchen elektronischen Erfassung wären nur über privates Sponsoring möglich. Die Einhaltung der Pflege-Maßnahmen wird im Wesentlichen vom Amt überwacht. Wobei säumige Privatbesitzer sehr wohl in die Pflicht genommen werden. Gemeinden sind dagegen bei fehlender Leistung nicht zu einer Leistung verpflichtbar. Herr Löhr weist ferner auf die steigenden Kosten für die Abfallbeseitigung in Fluren hin. Eine unnötig hohe Geldausgabe, die an anderer Stelle dringend fehlt. Hier sollen auch die Naturschutz-Vereine weiterhin bei der Aufklärung helfen. Streuobstwiesen sind förderbar, bei der Neuanlage, dem Pflegeschnitt und auch Altbestände. Im Kreis gibt es entsprechend Obstbaum-Schnitt-Berater. Die Naturschutzwarte beschließen, im Herbst die Apfelmosterei Güldenkron in Nistertal zu besuchen, um vor Ort sich zu informieren und über Probleme bei der Apfelernte und Vermarktung zu sprechen. Angesprochen wurde auch das Mistelproblem. Dieser Halbparasit vermehrt sich immer stärker in den Obstbaum-Beständen und müsste stärker zurück genommen werden. Des weiteren wurde über das Anlegen von Heckenstreifen als Schutz für Wild und Kleintiere diskutiert. Ein solcher Streifen wird heute meist in der Planung als Vorwald berücksichtigt und scheint seinen Zweck besser als die früheren Benjes-Hecken zu erfüllen. Ein Problem aller Anlagen wurde angesprochen, dass nach 3 Jahren die Pflege in der Regel anderweitig übergeben und dann nicht mehr kontrolliert wird. Herr Löhr und die Naturschutzwarte begrüßen dieses gegenseitige Kennenlernen von Landespflege und Gutachtern und würden eine Fortsetzung des Dialoges begrüßen. Dr. Geißler dankt Herrn Walter Löhr für sein kompetent und lebhaft vorgetragenes Referat.

TOP 3:

Herr Kerp gibt bekannt, dass er wieder als § 59-Gutachter tätig sein wird. Herr Dickopf scheidet aus beruflichen Gründen aus.

TOP 4:

Als nächster Termin wird der 8.10.05 vorgesehen. Geplant sind Besichtigungen einer Apfelmosterei und des neuen Nistertal-Rundweges. Die Finanzen des Hauptvereins lassen im Moment nur wenig Spielraum für neue Naturschutz-Aktivitäten. Auch dieser Bereich muss mit einem deutlich gekürzten Ansatz auskommen. Der Landesverband Hessen feiert am 2. Juli sein 50 jähriges Bestehen in Weilrod. Es wird um Mithilfe am Infostand "Natur auf der Spur" auf dem Hessentag in Weilburg gebeten. Der Vorsitzende verabschiedet die Anwesenden und wünscht eine gute Heimreise.

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