Protokoll der
Versammlung der Naturschutzwarte 2007
Zeit und Ort:
24.11.07 um 10 Uhr im Hotel Ludwigshöh
in Freilingen
Anwesende:
Hr. Dr. Geißler (Vorsitz), Fam. Averdung,
Hr. Birkenbeil, Hr. Görg, Hr.
Helfert, Hr. Hoffmann, Fr. Horn, Hr.
Horn, Hr. Noll, Hr. Rams, Hr.
Regneri, Hr. Schmidt,
Fr. Schulz, Hr.
Wilke
Entschuldigt:
Hr. Heib, Hr. Kerp,
Hr. Kick, Hr. Lechleder, Hr
Panthel,
TOP 1: Berichte
Hr. Geißler begrüßt die Anwesenden. Es wird an
unseren verstorbenen Gutachter, Herrn Karl Weller aus
Langendernbach gedacht.
Auf der Sitzung der Hauptnaturschutzwarte am
Deutschen Wandertag in Saarlouis wurde die allgemein stark
rückläufige Gutachtertätigkeit beklagt, weil durch das geänderte
Baurecht die Gemeinden bei Bauleitplanungen selbst entscheiden
können. Damit bleibt der Naturschutz bei der Geländeplanung immer
weiter außen vor. Ferner ist ein staatlich anerkannter
Ausbildungsgang des „Naturschützers“ geplant. Eine entsprechende
Ausbildungs- Akademie wird im Baden-Württemberg aufgebaut.
Der Landesverband Rheinland-Pfalz arbeitete im
vergangenen Jahr defizitär, weil die Gutachten, und damit die
Einnahmen, zurückgingen. Es wird auf die Problematik des
Landverbrauchs, auch durch regenerative Energiegewinnung
(Photovoltaik) und die ethischen Aspekte der Biogas-Erzeugung
hingewiesen. Hier wird Getreide für die Stromerzeugung produziert.
Der Landesverband Hessen beklagt ebenfalls die
stark rückläufigen Einnahmen durch Dienstleistungen. Der Naturschutz
wird öffentlich immer weniger wahrgenommen. Die Akzeptanz der
Abteilungen „Naturschutz“ in den Zweigvereinen sinkt. - Die Novelle
zum Landes-Naturschutzgesetz nahm im vergangenen Jahr den meisten
Raum bei den Hessischen Aktivitäten ein.
Der Westerwald-Verein ist im Projektteam zur
Schaffung eines neuen Nationalparks „Siebengebirge“ dabei. Wir
werden vom ZV Köln vertreten.
TOP 2: Organisatorisches -
Verteilung der Aufgaben:
Es müssen einige Verbandsgemeinden als
Gutachterbezirke neu vergeben werden. (z.B. VG Hachenburg)
Hr. Geißler bittet alle Anwesenden, sich nach
geeigneten Nachfolgern, bzw. Stellvertretern umzusehen.
Jeder Fachbereich erstellt für das laufende
Jahr einen Etat-Voranschlag. Für Projekte im Jahr 2009 beim
Hauptwart entsprechend Mittel beantragen.
TOP 3: Berichte der Mitarbeiter:
Hr. Birkenbeil: Die Problematik der
Streuobstwiesen wird immer deutlicher. Früher belächelt, zerstört
die starke Verbreitung der Mistel immer mehr Obstbäume. Eine
Bekämpfung scheint kaum noch möglich. Zudem fehlen dringend
ausgebildete Kräfte zum Baumschnitt. Die Lehrangebote werden zu
wenig genutzt. – Gute Erfahrungen wird
damit gemacht, neben Ruhebänken keine Mülleimer mehr aufzustellen.
Die Besucher nehmen so eher wieder ihren Müll mit. Es wurde kurz
diskutiert, ob Wanderungen zu einem Imker sinnvoll seien. Bei
Kindern werden Bedenken laut, sonst sind mit Imker-Besuchen gute
Erfahrungen gemacht worden.
Fr. Horn: führte gut
besuchte Heilkräuterwanderungen. Außerdem bot sie meditative
Abendwanderungen an.
Hr. Horn berichtet über den Stand der
Golfplatzerweiterung. Die Hotel-Gruppe Lindner befindet sich noch in
der Planungsphase. Aus Sicht des WWV bestehen keine Bedenken.
Er bittet, zukünftig den Termin der
Naturwarte-Versammlung so zu legen, dass er nicht mehr mit den
Marienstätter Gesprächen kollidiert.
Auf die Frage nach dem Einsatz von 1 € Kräften
im WWV erläutert der Geschäftsführer, Hr. Noll, dass weniger die
Einweisung der Personen, als vielmehr die Arbeitsüberwachung ein
Problem darstellen könnte. Bei der Wegemarkierung ist deren Einsatz
wegen der weiteren Anfahrwege (Kräfte oft ohne Auto) eher zu
verneinen. Für Entbuschungen müssten
diese Kräfte außerdem vorher einen Motorsäge-Kursus absolvieren. Die
Forstämter bieten solche Kurse an.
Hr. Görg: berichtet
von gut besuchten naturkundlichen Führungen. Es entwickelt sich eine
Aussprache über eine gezielte Ansprache von jungen Leuten. Es ist
nach seiner Meinung nicht so einfach möglich, Kinder dauerhaft an
den Verein zu binden.
Hr. Geißler regt die Teilnahme des Vereins mit
Kindern an den Waldspielen an. Das ist aber aus organisatorischen
Gründen nicht möglich.
Hr. Helfert:
ergänzt, dass der ZV Koblenz seine Wanderungen nicht gut in den
Westerwald ausdehnen kann, weil dort kein RMV – Verbund ist. Das
macht die Anfahrkosten für die Wanderer deutlich teurer. Es wird
angeregt, dieses Problem des fehlenden Verkehrsverbunds im
Westerwaldkreis bei der Kreisverwaltung vorzutragen.
Hr. Schmidt: bestätigt, dass die Forstbeamten
angehalten sind, Naturgänge und Exkursionen anzubieten. So können an
manchen Wochenenden schon einmal zuviel Angebote bestehen, was die
Teilnehmerzahl bei den einzelnen Veranstaltungen drückt. Hr. Geißler
ergänzt, dass die Förster in unserem Verein wichtige Säulen der
Öffentlichkeitsarbeit sind. Leider können sie aber wegen der
steigenden Berufsbelastung nicht alle Wünsche erfüllen. Hr. Schmidt
ergänzt, dass es für Wanderungen am Rhein hervorragende Prospekte
und Flyers gibt.
Hr. Hoffmann: Wanderungen und Arbeiten mit
Kindern sei sehr anstrengend. Er müsse
sehen, ob die Arbeit auch ergiebig ist und Kinder für längere Zeit
an den Verein bindet.
TOP 5 Verschiedenes:
Für die nächste Naturkundewarte-Versammlung ist
an das Schwerpunkt-Thema Biogas gedacht. Hr. Geißler wird eine
Exkursion organisieren.
Es werden die Markierungen auf den Wanderwegen
angemahnt. Sie seien streckenweise in keinem ordentlichen Zustand
mehr. Zudem werde das „Gewirr“ innerhalb der Gemeinden immer größer.
Es wird kurz diskutiert, ob die GPS Geräte die Wegemarkierungen der
alten Art überflüssig machen würden. Das wird vorläufig nicht so
sein, zumal noch einige Funklöcher auf den Wanderwegen, vor allem im
Wald, bestehen würden.
Es werden die wichtigsten Lebewesen des Jahres
2008 erwähnt:
Baum des Jahres: Die Waldnuss
Vogel des Jahres: Der Kuckuck
Blume des Jahres: Die Nickende Distel
Pilz des Jahres: Der Bronzeröhrling
Flusslandschaft de Jahres: Das Nette-Tal.
Hr. Geißler verabschiedete die Teilnehmer und
wünschte ein gute Heimfahrt.
Montabaur, den 09.12.07
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