„... wir trotzen dem Regen, dem Schnee und dem Wind“

Gemäß diesem Motto fanden sich trotz des richtig nassen Wetters viele gut gelaunte Wanderfreunde am Stöffel-Park in Enspel ein. Ähnlich wie im vergangenen Jahr waren trotzdem über 500 Wanderfreundinnen und -freunde zum diesjährigen, dem 5. Winterwandertag im Stöffelpark gekommen, der gemeinsam von der Rhein-Zeitung, der Westerwald-Touristik und dem Westerwald- Verein ausgerichtet wurde. Für die Marienstatt-Tour um 09.00 Uhr fanden sich 34 motivierte Wanderfreunde am Stöffel-Park ein um mit dem Bus zum Start nach Marienstatt zu fahren. Am Parkplatz in Marienstatt wartete noch eine weitere Wanderin, um die 16 km zurück zum Stöffel-Park zu wandern. Trübes Wetter aber keine trübe Stimmung. Zunächst sah es so aus, dass man einigermaßen trocken wandern könne, aber schon nach kurzer Zeit setzte stärkerer Nieselregen ein, der die Gruppe dann kontinuierlich, mal mehr, mal weniger, bis zum Stöffel-Park begleitete. Nach der Nister-Überquerung galt es dann den schwierigsten Teil der Wanderstrecke in Angriff zu nehmen. Der Aufstieg durch die Holzbachschlucht. Er führte zunächst auf einem schmalen Weg stetig bergauf. Am Ende der Schlucht verjüngte sich der Pfad und 125 steile Stufen führten aus der Schlucht heraus. Spätestens am Ende der Treppenstufen, nachdem Puls und Atmung sich wieder normalisiert hatten, war jeder Wanderer "warm gewandert". Im Hachenburger Burggarten erklärte Wanderführer Rainer Lemmer an der Rekonstruktion eines Steinkistengrabes, das 1985 von einem Bauer bei Feldarbeiten in Niederzeuzheim entdeckt und 1986 im Burggarten am Landschaftsmuseum rekonstruiert wurde, was es mit der Bestattungskultur vor 4000 Jahren so auf sich hat. Bis zu 250 Personen, in Schichten gestapelt, wurden in solchen Steinkistengräbern am Ende der Jungsteinzeit und am Anfang der beginnenden Bronzezeit bestattet.

Auch der Vorsitzende des Westerwald-Vereins, Landrat Achim Schwickert, ließ sich von der Nässe, wie es sich für einen echten Wäller gehört, nicht abhalten und wanderte die Strecke vom Wiesensee zu Start und Ziel, dem Stöffelpark. Dort gab es neben Köstlichkeiten aus der Westerwälder Küche, auch heiße und kalte Getränke. Kaffee und Kuchen durfte natürlich auch nicht fehlen.
Text teilweise entnommen von www.typisch-westerwald.de
Fotos: Rainer Lemmer

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